Hallo zusammen,
bißchen spät, ...will aber auch ein bißchen aus dem Nähkästchen plaudern,
aus der VDO-Zeit als Konstrukteur im Entwicklungszentrum.
Zeiger-Demontage:
Zeiger werder normalerweise mit einem Abzieher abgehoben, da sie
manchmal sehr fest sitzen können. Funktioniert wie ein Lagerabzieher.
Gibt's zu kaufen, kann man aber auch selbst basteln (Bild).
VOR der Demontage unbedingt markieren, wo sich die Drehspule bei
0-Stellung befand (WICHTIG !!).
Zeiger-Montage:
Die Drehspule hat eine Rückholfeder, und dreht dabei über den 0-Bereich
zurück, wird aber vom Zeiger bei 0 am Anschlagstift gestoppt.
Beim Hersteller werden die Geräte elektrisch auf einen Referenzpunkt gesetzt
(zB. 3000 ∅) und dann der Zeiger bei 3000 montiert.
Bei einem Tacho ist's 50 km/h (gesetzlich).
Da jede Feder eine andere Federrade hat (Materialtoleranz), kommt es daher
auch zu den Anzeige-Abweichungen (+/-) ab dem Referenzpunkt.
"Boah, meine Karre rennt 240 !!!"
Beim Zeiger aufsetzen muß man außerdem wissen, das die Zeigerachse
oben konisch geschliffen ist.
Dadurch kann sich der Zeiger auch schnell, sehr fest klemmen (Morsekegel-Prinzip).
Daher auch die Markierung.
Erst den Zeiger leicht aufsetzen, kontrollieren, mit einem leichten Schlag festklemmen.
Umbördeln:
Das ist leider nix für den Küchentisch, da braucht's eine richtige Vorrichtung.
Beim Hersteller geht's so:
Das Gerät wird zentral auf einem Drehteller geklemmt, Glasseite nach unten,
Dichtung nicht vergessen, und dann bei 50-100 Umdrehungen mit einer
Andrückrolle umgebördelt.
Es gibt aber auch Reparaturservices, die setzen einen neuen Ring & Dichtung für
ein paar $$ auf.
Grüße Brunò