Hallo zusammen,
ich kann zu dem Thema zwar noch keine Erfahrungen mit eigenen Tanks beisteuern. Aber immerhin "angelesenes Halbwissen". Demnach gibt es offenbar bei Tankversiegelungen zwei Varianten:
- Solche, bei denen die metallische Tank-Innenfläche gereinigt und danach mit einem Lack oder Kunststoffmaterial beschichtet wird
- Solche, bei denen die metallische Tank-Innenfläche nach der Reinigung rein metallisch weiterbehandelt wird (durch chemische Passivierung als Vorbeugung gegen erneutes Rosten).
Manche Versiegelungen auf Lack- oder Kunststoffbasis lösen sich leider nach einiger Zeit wieder. Die abgelösten Placken verstopfen dann erst recht den Benzinfilter und den Vergaser. Das betrifft auch manche "professionelle" Beschichtung, die in den 80er/90er Jahren werksseitig aufgebracht wurde (z. B. bei BMW-Motorrädern und Peugeot-/Talbot-Autos). Denn leider konnten ja die damaligen Beschichtungen noch nicht ahnen, was heutzutage so alles als Kraftstoff verkauft wird.
Eine Lösung für dieses Dilemma wird von der
WEMA-Tankmanufaktur in Gelsenkirchen angeboten
https://tankmanufaktur.de/. Dort entrostet man zunächst das stählernde Innere des Tanks und passiviert anschließend die blanke Oberfläche. Der Metalltank bleibt also ausschließlich metallisch. Hierdurch kann auch Jahre später nichts abblättern.
Und von dem drastisch verringerten Fassungsvermögen durch die "mördermäßig dicke Lack-Innenbeschichtung" will ich gar nicht erst anfangen. Sonst werde ich womöglich so zerrissen wie Anja in ihrem Alarmanlagen-Beitrag...

Wie auch immer - gutes Gelingen bei der Restauration!
Roland