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Yamaha XV-Zündung - Übersicht und Reparatur (Read 5360 times)
nanno
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Yamaha XV-Zündung - Übersicht und Reparatur
12.01.20 at 12:04:43
 
... oder alternativ: Zapp-Zapp und Brrz-Brrz für mehr Brumm-Brumm. (Aber ich glaube der obige Titel hilft eher, dass man den Beitrag wieder finden kann.)

Seit ich meine Ignitech abgestochen hab (siehe mein anderer Thread), bin ich wieder mit der originalen Zündbox unterwegs und die Testfahrten, bevor sie hier bei uns begonnen haben, die Straßen zu pökeln, damit sie bis zum Frühling nicht schlecht werden, waren irgendwie nicht so toll, weil untenrum dem Motor ordentlich Leistung fehlt. (Obenraus auch ein bissi, aber das war, weil ich mit der Ignitech am Schluss eine fettere Abstimmung gebraucht hab, damit sie ordentlich läuft - was möglicherweise schon ein Hinweis auf eine langsam versterbende Zündbox war.)

Fangen wir mit den Grundlagen an: Es gibt zwei Zündboxen für die Yamaha XVs mit zwei Pickups.

1) Das allseits bekannte "Metallkastl" mit der Aufschrift J4T00671 or J4T00672, wie wir es von XV750SE und TR1en kennen.



2) Und ab 1984 bis zur Einführung der Zündung der XV1100 mit nur einem Zündungspickup (also ca. 1986/87), gab es eine Plastikbox-Variante 20x-20 J4T00871



(Besonderer dank an Hrn. Transaxle, der mir da seine kaputte Box gespendet hat, damit ich mit Ihr rumspielen kann.) Und gleich mal eine Ergänzung zu der Thematik: mit einem recht simplen Zwischenkabelbaum, kann man diese spätere Box auch an den frühen Modellen verwenden, wie der genau ausschaut, kommt später.

Weils hier ja doch ein paar Informatiker gibt, ganz interessant (für mich zumindest), man kann genau sehen, in welchem Zeitraum die Mikrochip-Revolution stattgefunden hat, wenn man die beiden Zündboxen miteinander vergleicht. Das Metallkastl macht exakt das gleiche wie die spätere Box, ABER was dort auf zwei Mitsubishi M59201P-Chips passiert, ist auf die beiden Platinen verteilt und die ganze Logik, inkl. 3 NAND- und 3 NOR-Gattern liegt einfach offen auf den beiden Platinen.

Entsprechend groß ist der Saustall.



Während man sich in der späteren Box dann doch schon etwas leichter zurechtfinden kann.



Ich sags aber gleich, ich werde mich primär auf das Metallkastl einschießen, nicht nur weil es das weiter verbreitete ist, sondern auch, weil ich dafür schon die Kondensatoren für die Ausgangsseite und auch die Transistoren besorgt habe. Beim nächsten Mal gehts dann weiter, wie man die Platinen überhaupt aus dem Metallkastl rauskriegt (ohne was kaputt zu machen und ein etwas detaillierterer Überblick über die Komponenten).

Am Blog die englische Version, aber es sollte alles wesentliche auch hier drin stehen: https://greasygreg.blogspot.com/2020/01/xv-ignition-intermission-fundamentals.html


 
« Last Edit: 21.01.20 at 10:28:37 by nanno »  

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Re: Yamaha XV-Zündung - Übersicht und Reparatur
Reply #1 - 18.01.20 at 10:04:32
 
Kleines Update, nach einer Woche mit (echter) Grippe im Bett, hab ich gestern rausgefunden, dass ich auch eine J4T00671 Box aus einer (ganz frühen) TR1 besitze und die neben die etwas spätere gelegt. Aufbau ist (auf den ersten Blick) gleich, aber die Anordnung der Bauteile etwas unterschiedlich.

Vorläufige Fehler-Analyse meiner frühen TR1-Zündbox: 5-6 Lötstellen sind korrodiert, aber alle Kondensatoren sind ok und das Entfernen der Vergussmaße ist die Hölle.  Shocked

Im Prinzip kommt man ganz einfach an die Innereien:

1) die 4 Haken müssen aufgebogen werden



2) der Deckel liegt dann nur noch drinnen, wobei bei beiden Boxen der Gummi etwas am Metall festgeklebt ist



3) Neben den 4 sichtbaren Schrauben gibt es auch noch 2 die den Kühlkörper der Transistoren im Gehäuse halten - die waren bei mir durch die Vergussmasse wie mit Schraubensicherung festgeklebt.



4) selbiges gilt für den Kühlkörper an sich, ich glaub, da war jemand ein bissl großzügig mit der Vergussmasse (bei der anderen Box ging der ohne Probleme raus)





5) Und zuletzt, wenn man die beiden Platinen trennen will, was nur zum Nachlöten nicht notwendig ist, dann sind hier die 4 Häkchen markiert, die man aufbiegen muss.



Am Abend gehts dann weiter mit der Reinigung.

English-version on the blog: https://greasygreg.blogspot.com/2020/01/xv-ignition-intermission-getting-board.html

 
« Last Edit: 19.01.20 at 10:02:10 by nanno »  

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Re: Yamaha XV-Zündung - Übersicht und Reparatur
Reply #2 - 18.01.20 at 10:58:12
 
Super, bin schon gespannt!

 
 

Gruss,
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nanno
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Re: Yamaha XV-Zündung - Übersicht und Reparatur
Reply #3 - 19.01.20 at 20:58:19
 
Weiter gehts, als erstes eine kleine Aufnahme mit der späteren 672 links und der 671 rechts. Es fällt auf, die spätere dürfte tatsächlich am Computer gezeichnet worden sein, bei der ersten Version bin ich mir da gar nicht so sicher.  Shocked



Auffällig auch, die vielen KLEINEN Änderungen auf der Platine, zB unten am Eingang sind die Kondensatoren genau umgekehrt angeordnet - die Tantal-Kondensatoren (grün) VOR den Metallfilm-Kondensatoren (kleine Blechdosen) und auch die Anzahl unterscheidet sich. Ansonsten prinzipiell ist es schon das gleiche Design, d.h. für die Fehlerbehandlung können wir davon ausgehen, dass die Boxen schon annähernd identisch sind.

Was man hier sieht, ist vermutlich schon genau, was der Schaden an meiner Zündbox ist: korrodierte Lötstellen, vermutlich durch die Kombination Vibrationen, Hitze und zumindest teilweise Feuchtigkeit.



Selbiges auch auf der anderen Seite UND eine lustige kleine Fehlerkorrektur ab Werk. (Übrigens wer genau schaut sieht, dass auch bei der späteren Box (ein Post nach oben) noch was ab Werk geflickt wurde!)



Man kann den Jungs bei Mitsubishi nicht vorwerfen, dass sie an der Vergussmasse gespart haben... Leider. Für das reine Nachlöten müsste die nicht weg, aber weil ich ja auch die Platine (halbwegs) kartografieren will, komme ich da nicht drum rum.



Als beste Herangehensweise hat sich das einweichen in Aceton für 1-2h erwiesen und dann mit einem Platinen-Reinigungsbesteck und einer Pinzette die matschige Vergussmaße runterfummeln. Alles in allem bin ich gut 3-4h gesessen.



Sauber ist was anderes, aber im großen und Ganzen sieht man, wie das Board ausschaut - an ein paar Stellen muss ich noch nachputzen, wenn mir mal wieder fad ist  Wink, dann erstelle ich wirklich den Schaltplan zu der Platine.



(Der Chip ohne Beschriftung war ein TC4001BP NAND-Gate)

Englische Version (und Fotos in 3000x4000px damit man selber recherchieren kann): https://greasygreg.blogspot.com/2020/01/xv-ignition-intermission-comparing-both.html

 
 

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Re: Yamaha XV-Zündung - Übersicht und Reparatur
Reply #4 - 20.01.20 at 09:12:34
 
Hallo Greg,
Super Sache, dass Du dich der original Zündbox annimmst. Kannst Du schon abschätzen, was für ein Aufwand es ist eine Box zu inspizieren und evtl. zu reparieren? Was würde mich eine Inspektion oder , wenn nötig Reparatur kosten?  

 
 

Gruß Karsten
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nanno
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Re: Yamaha XV-Zündung - Übersicht und Reparatur
Reply #5 - 20.01.20 at 18:04:09
 
Wenn es, so wie bei meiner Box (vorraussichtlich) nur ein paar kalte Lötstellen sind, ist der Aufwand nicht sehr groß. Wenn wirklich alle Kondensatoren durchgemessen werden müssen, sitzt man allerdings schon 2-3h plus der Tatsache, dass das Putzen der Platine dann recht aufwendig wird. Die Materialkosten sind (quasi) vernachlässigbar - alle Kondensatoren plus die beiden Transistoren kosten zusammen 10,32€.

Bei genauerer Betrachtung des zweiten Bildes siehst du, dass da einige Lötstellen regelrecht ausbluten - das sind die, die nachzulöten sind. Das kann man meiner Meinung nach mit ein bissl Begabung auch als Laie machen. Wenn Bauteile zu tauschen sind, wirds schnell so, dass man besser mehrere Boxen macht, weil sonst die Mindermengenzuschläge horrend werden. (Ich hab zB Kondensatoren und Transistoren für 6 Zündboxen bestellt, weil ich nur so um den Zuschlag rumgekommen bin.)

Um deine eigentliche Frage zu beantworten: Wenns wirklich was hat und du traust es dir selber NICHT zu, dann schick mir eine Nachricht.

LG
Greg

 
 

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Hartmaenche
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Re: Yamaha XV-Zündung - Übersicht und Reparatur
Reply #6 - 20.01.20 at 22:02:52
 
Moin, ich habe noch eine Originole Box liegen. Wurde ausgebaut für die Ignitech, die TCI war bei Ausbau einwandfrei.

Grüße Willi

 
 

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Re: Yamaha XV-Zündung - Übersicht und Reparatur
Reply #7 - 21.01.20 at 09:13:33
 
Hallo Greg,
Danke für Deine Angebot, das war nur eine Frage interessehalber, meine Zündbox funktioniert z. Z. einwandfrei. Man weiß allerdings nie, wie lange. Kondensator und Transistor auszulöten sollte ich als elektronisches Knallhorn gerade noch so hinkriegen.
Eine wesentlich größere Rolle spielt der Zeitfaktor, ich bin nach der Arbeit mehr mit Umbau/Ausbau der vier Wände beschäftigt, da muß sich die Trine leider hinten anstellen..

 
 

Gruß Karsten
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Re: Yamaha XV-Zündung - Übersicht und Reparatur
Reply #8 - 21.01.20 at 10:26:53
 
Kenn ich von wo... bei mir heißt der Faktor im Moment grad Uni (mal wieder Prüfungszeit). Drum wirds dieses Wochenende vermutlich auch kein Update geben.

Stückliste folgt demnächst, wenn ich sie am "lebenden Objekt" verifiziert habe.

 
 

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Re: Yamaha XV-Zündung - Übersicht und Reparatur
Reply #9 - 21.01.20 at 12:13:05
 
Ich schiebe schon seit langem eine Vergaserrevision und den Tausch der Nockenwellen vor mir her, die Feder der Bremsbacken an der Hinterradbremse muß auch getauscht werden. Die Teile sind alle im Fundus, aber ich komme nicht dazu sie zu tauschen. Die Trine steht leider auf der Prioritätenliste eher im unteren Drittel, Job, Familie und Haus haben da Vorrang.

 
 

Gruß Karsten
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